HOMÖOPATHIE
Homöopathie ist ein ganzheitliches medikamentöses Therapieverfahren
dessen Heilprinzip, Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden, bereits
vor tausenden von Jahren bekannt war.
Systematisch nutzbar und lehrbar wurde es vor ca. 200 Jahren durch die akribische
und eigenwillige Arbeit des deutschen Arztes Friedrich Samuel Hahnemann.
Den entscheidenden Vorzug dieser Methode sehe ich in dem
phänomenologischen Vorgehen, das bedeutet, dass bereits gute Verschreibungen
auf rein subjektive Wahrnehmungen des Patienten erfolgen können, lange bevor
sich organische Läsionen entwickelt haben.
Keine Erkrankung fällt vom Himmel, sondern eine jede hat ihre persönliche
Geschichte, deren Dynamik und Funktion von ganzheitlich arbeitenden Therapeuten
interpretiert und gelenkt werden kann.
Die Anwendung des homöopathischen Therapieverfahrens ermöglicht es dem
klinisch tätigen Arzt eine klassisch hausärztliche Tätigkeit, wie der Laie sich
das im Allgemeinen vorstellt. Alle angebotenen Umstände und Informationen
können für eine gute Verschreibung berücksichtigt werden.
Während für unserer universitären medizinischen Denkstrukturen wirklich nur
ganz bestimmte eingegrenzte Informationen nötig sind, was dazu führt, das
andere für die Verschreibung nicht notwendigen Informationen der Patienten
tatsächlich weggelassen werden können, ist die Homöopathie so individualisiert,
das gerade alle erkennbaren Umstände bei der Arzneimittelfindung hilfreich
sein können, sodass die genaue, wortgetreue Aufnahme der Krankengeschichte
von entscheidender Bedeutung für die Verschreibung ist. Dieser Umstand wird
von den Patienten als sehr wohltuend empfunden.
Bei den Kindern sehe ich den entscheidenden Vorteil darin, dass der Arztbesuch,
zumindest bei mir, als extrem entspannend empfunden wird. Die Applikation der
Medikation in Form von kleinen Milchzuckerkügelchen, den Globuli, wird freudvoll
angenommen. Toxische Reaktionen bei einmaliger falscher Anwendung der Globuli
sind absolut unbedenklich und sollten sich doch störende Symptome einstellen,
durch eine gute Folgeverschreibung eines erfahrenen klinischen Homöopathen
korrigierbar.
In meiner ärztlichen Betreuung helfe ich meinen Patienten die Interaktion zwischen
Körpersymptomen, Gemütsempfindungen und äußeren Umständen wahrzunehmen.
Durch die Betrachtung der Dynamik individueller chronischer Krankheitsverläufe
wird den Patienten häufig die Sinnhaftigkeit dieser Regulationsvorgänge bewusst.
Durch Schulung der Selbstwahrnehmung gelingt es ihnen zunehmend die Körper-
und Gemütsreaktionen als Feedback Mechanismus für sich nutzbar zu machen.
Für mich persönlich immer wieder ein großes Glück, diese Prozesse begleiten
zu dürfen.
Aus tiefstem Herzen bedanke ich mich bei meinen Patienten.
Ulrike Fröhlich
Ärztin
© Ulrike Fröhlich